Meldungen und Berichte von unseren Feuerwehren

 

Bürgerinformation der Feuerwehren der Gemeinde Feilitzsch über  Wespen & Hornissen. Wann kann und wird die Feuerwehr tätig ?

1. Deutsche Wespe und Gemeine Wespe

Die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe sind die einzigen Wespenarten, die von unseren Speisen angezogen werden. Sie bauen ihre Nester in dunklen Hohlräumen oder in Erdhöhlen, jedoch keine frei hängenden Nester in Sträuchern, Bäumen oder auf hellen Dachböden. Entfernt man also freihängende Nester, ändert das meist nichts an der Wespenplage bei Tisch. Denn freihängende Nester werden von Arten gebaut, die nicht an menschliche Nahrungsmittel fliegen, z. B. von der Sächsischen Wespe (Dolichovespula saxonica), die sehr oft in Häusern nistet. Sehr große Wespenvölker mit bis zu mehreren Tausend Tieren, die auch nach Mitte September immer noch stark fliegen, können mit großer Sicherheit der Deutschen oder der Gemeinen Wespe zugeordnet werden. Bei günstiger Witterung können die Tiere bis Mitte November überleben.

2. Hornissen

Die Hornisse zählt in Deutschland zu den besonders geschützten Tierarten. Sie wurde in die Bundesar-tenschutzverordnung aufgenommen und ist damit gesetzlich geschützt. Das heißt, sie darf nicht getötet und ihr Nest darf nicht zerstört werden. Hornissen bauen ihre Nester bevorzugt in Hohlräumen, sowohl über, als auch unter der Erde. Da die natürlichen Nistmöglichkeiten wie hohle Bäume immer seltener werden, suchen sie sich Ersatz. Nischen in Dachböden und Schuppen, Holzverkleidungen an Fassaden, Vogelnistkästen sowie Rollladenkästen sind oft genutzte Alternativen. Lässt sich ein Hornissenvolk an einer kritischen Stelle nieder und das Nest soll entfernt oder umgesiedelt werden, muss dazu eine Ausnahmegenehmigung bei der Unteren Natur-schutzbehörde des Landkreises Hof eingeholt werden.

Für ihre Entwicklung brauchen die Larven der Hornissen eiweißhaltige Nahrung. Deshalb erbeuten die Arbeiterinnen für die Brut Insekten und Spinnentiere. Ihren eigenen Nahrungsbedarf decken sie mit Baumsäften, Nektar und Obstsäften, die schnell Energie für die Beuteflüge liefern. Ein großes Hornis-senvolk mit 400 bis 700 Tieren kann an einem Tag bis zu einem halben Kilo Insekten an seine Brut ver-füttern. Darunter sind auch Insektenarten, die wir Menschen als lästig empfinden, z. B. Wespen, Brem-sen, Schmeiß- und Stubenfliegen. Hornissen haben also eine wichtige Rolle bei der Regulation des Artengefüges in der Natur.

Als einzige Wespenart fliegen Hornissen auch bei Dunkelheit und machen Jagd auf nachtaktive Insekten. Es kann vorkommen, dass Hornissen von einer Hauseingangsbeleuchtung angelockt werden oder durch den Schein des Fernsehers angezogen durch geöffnete Fenster ins Zimmer gelangen. Wird das Licht gelöscht, finden die Tiere ihre Orientierung schnell wieder und fliegen fort.

3. Mit Wespen und Hornissen leben

Wespennester werden häufig erst bemerkt, wenn das Wespenvolk seine volle Stärke erreicht hat. Das heißt, wir leben schon seit dem Frühjahr in der Nachbarschaft der Wespen, ohne es zu wissen.

3.1 … in Innenräumen

Einfache Maßnahmen machen ein friedliches Miteinander möglich:

• Wespen den Zugang zur Wohnung versperren, z. B. durch Fliegengaze an den Fenstern.

• Wenn sich ein Tier ins Zimmer verirrt hat, zwei Fenster öffnen, dann wird das Tier durch die Zugluft nach draußen geleitet. Oder das Tier in einem Glas fangen und draußen freilassen.

• Vorbeugend problematische Stellen abdichten, z. B. Einschlupflöcher zu Rollokästen oder Zwischendecken.

• Öffnungen zu unproblematischen Stellen wie ungenutzten Dachböden offen lassen, um Nistmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen. Davon profitieren auch andere Tierarten.

3.2 … im Freien

Im Freien lassen sich Begegnungen mit Wespen nicht vermeiden. Wer einfache Verhaltensregeln beach-tet, kann schmerzhafte Begegnungen vermeiden.

• Wenn man sich durch eine Wespe belästigt fühlt, sollte man ruhig bleiben. Das neugierige Tier verschwindet bald von selbst. Auf keinen Fall um sich schlagen.

• Speisen und Getränke im Freien immer abdecken. Essensreste möglichst sofort abräumen oder ebenfalls abdecken. Nicht direkt aus Dosen oder Flaschen trinken, Strohhalme benutzen.

• Kindern nach dem Essen Hände und Mund abwischen, um keine Wespen anzulocken.

• Auf Blumen- oder Streuobstwiesen nicht barfuß laufen.

• Fallobst täglich aufsammeln. Mülleimer geschlossen halten. Nur ausgespülte Flaschen in den Container werfen.

4.  Verhalten im unmittelbaren Nestbereich (Umkreis von 2 bis 3 Metern)

Häufig können Wespen- und Hornissennester geduldet werden, wenn man das Verhalten der Tiere kennt und einige Regeln beachtet.

• Abstand zum Nest halten und die Flugbahn der Wespen nicht versperren.

• Einfluglöcher nicht verstopfen und nicht in den Einfluglöchern stochern.

• Heftige Bewegungen und Bodenerschütterungen vermeiden, z. B. beim Rasenmähen.

• Nicht den Wasserschlauch auf das Nest richten.

• Tiere nicht anhauchen, denn das in der Atemluft enthaltene Kohlendioxid ist für Wespen ein Warnsignal.

• Wespen in der Nähe von Sitzplätzen durch Bretter oder Tücher so zu ihrem Einflugloch lenken, dass Begegnungen vermieden werden. Kleinkinder durch niedrige Absperrungen vom Nestbereich fernhalten.

• Keine Insektenbekämpfungsmittel einsetzen: Durch sie können Abwehrreaktionen ausgelöst werden und sie können die Umwelt zusätzlich belasten.

5. Wespenstiche

Nur die Wespen-Weibchen tragen einen Wehrstachel, mit dem sie sich und ihre Nachkommen verteidigen. Bei einem Stich verlieren sie – anders als die Bienen – ihren Stachel nicht.

Außerhalb ihres Nestbereichs sind Wespen nicht aggressiv. Während der Futtersuche überwiegt nor-malerweise das Fluchtverhalten, und die Tiere stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Auch Hornissen verhalten sich von Natur aus friedlich und stechen nur bei Bedrohung. Zu kritischen Reaktionen kann es kommen, wenn Menschen auf bestimmte, in den Mischgiften der Wes-pen und Hornissen enthaltene Eiweißkörper stark allergisch reagieren oder der Stich in den Rachen erfolgt. Dann ist sofort ärztliche Hilfe erforderlich. Ansonsten ist ein Wespenstich zwar schmerzhaft und lästig, aber nicht gefährlich: Selbst nach zahlrei-chen Stichen sind keine Vergiftungen mit tödlichem Ausgang zu erwarten. Auch ein Hornissenstich ist nicht gefährlicher als der einer anderen Wespe.

6. Wenn Wespennester im unmittelbaren Lebensbereich stören

Sollte es doch einmal unumgänglich erscheinen ein Nest zu entfernen, z. B. weil das Nest in der Nähe von Kinderspielplätzen oder -gärten hängt oder Allergiker gefährdet sind, beachten Sie dabei bitte:

• Bei akuter Gefährdung von Menschen im Bereich öffentlicher Flächen und Bauten z.B. Schule, Kindergarten, Spielplatz usw. kann die Feuerwehr zu Hilfe gerufen werden.

• Im privaten Bereich hilft die Feuerwehr nur in besonders akuten Fällen, wenn z. B. Allergiker mit Allergiepass oder wenn Kleinkinder offensichtlich bedroht sind und eine gewerbliche Schädlingsbekämpfungsfirma nicht rasch genug handeln kann. Der Einsatz der Feuerwehr ist mit Kosten verbunden.

Der Gang zum Schädlingsbekämpfer sollte immer der letzte Ausweg bleiben. Wenn die Abtötung eines Wespenvolkes unumgänglich ist, wenden Sie sich, auch zu Ihrem eigenen Schutz, an einen Schädlings-bekämpfer, der ökologisch arbeitet.

Bei den Unteren Naturschutzbehörden der Landkreise und kreisfreien Städte können Sie sich die Kon-taktdaten sogenannter Wespenberater geben lassen. Die Wespenberater schauen sich gerne die Situa-tion vor Ort an. Sie können die Wespenart bestimmen, sie wissen, wie man sich und die Wespen schüt-zen kann und sie siedeln – wenn nötig – ein Wespennest auch um.

Kontakt Naturschutzbehörde im Landratsamt Hof:

Gabriele Lang              Tel.: 09281/57440                    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Alexander Trobisch      Tel.: 09281/57350                    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mit freundlichen Grüßen


Steffen Benkert

Kommandant  FFw Feilitzsch

 

 

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106 Jugendliche aus 18 Feuerwehren in Stadt und Landkreis Hof kamen am 18. September nach Helmbrechts, wo der diesjährige Jugendleistungsmarsch ausgetragen wurde. In 26 Marschgruppen zu je vier Jugendlichen aufgeteilt, wartete ein rund vier Kilometer langer Parcours auf die angehenden Feuerwehrfrauen und -männer. Entlang der Strecke galt es an zehn Stationen das eigene Wissen und Können der Grundtätigkeiten des Feuerwehreinmaleins unter Beweis zu stellen. Aufgaben wie das Beantworten von Testfragen, Auf- und zielgenaues Abrollen von Schläuchen oder das Knüpfen von verschiedenen Feuerwehrknoten galt es zu bewältigen. Am Bauhof musste die Kübelspritze befüllt und in Betrieb genommen werden, um damit einen etwas entfernt aufgestellten Eimer umspritzen zu können. Etwa auf halber Distanz wartete am Kirchbergturm eine Getränkestation auf durstige Kehlen. Kurz nach der Erfrischung war schon die nächste Übung aufgebaut. Ein Strahlrohr mit angekuppeltem Schlauch musste mittels einer Feuerwehrleine auf das Dach eines Wasserhäuschens befördert werden. Anschliessend stand das Kuppeln einer Saugleitung mit Korb und Anlegen der Sicherungs- und Ventilleinen auf dem Plan. Eine Aufgabe, die nur in der Sollzeit erfüllbar war, wenn alle Gruppenmitglieder perfekt Hand in Hand zusammenarbeiteten. Bei den letzten beiden Stationen brauchte man schliesslich Geschicklichkeit und auch ein bisschen Glück, dem Zielwerfen eines Leinenbeutels und dem Ausrollen eines C-Schlauchs. Dann war es endlich geschafft und wieder das Feuerwehrgerätehaus erreicht.
Nach der Rückkehr der letzten Gruppen und der vollständigen Auswertung der Einzelresultate folgte die Bekanntgabe der Platzierungen mit Siegerehrung. Mit einem Traumergebnis von Null Fehlerpunkten ging der Wanderpokal für den ersten Platz an die Mädchengruppe aus Zedtwitz. Dem Heimatort der Sieger gebührt traditionell auch die Ehre die Veranstaltung im nächsten Jahr auszurichten. Dass auch der zweite und siebte Platz an eine Gruppe aus Zedtwitz ging, zeugt davon dass hier eine hervorragende Ausbildung und Vorbereitung geleistet wurde.
Text von Marco Wunderlich, Zedtwitz

 

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Die Jugendfeuerwehr Zedtwitz, Feilitzsch und Münchenreuth legten am Samstag, den 13.2.2010 die Jugendflamme 1 in Zedtwitz ab. Es waren 6 Jugendliche von Zedtwitz, 2 von Feilitzsch und 4 von Münchenreuth.

 





 

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