Pressemitteilung vom 17.07.2022

Vier Golddörfer, acht Siegerdörfer: Bezirksentscheid im 27. Wettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

Mitwitz– Im Schlosspark in Mitwitz fand am Samstag, den 16. Juli die Abschlussfeier für die oberfränkischen Teilnehmer im 27. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ statt.

Oberfranken ist schon immer Spitzenreiter im Wettbewerb und stellt stets mit Abstand die meisten Dörfer auf Kreisebene. Von den 72 gemeldeten Dorfgemeinschaften haben es acht in die Runde des Bezirksentscheids geschafft und stellten sich Ende Juni in der Bereisung durch die Bewertungskommission den Fragen der Experten aus Ländlicher Entwicklung, Grüngestaltung, Kultur und wirtschaftlicher Entwicklung.

„In einem engen Zeitfenster bei der Bereisung das Dorf in allen Facetten zu präsentieren und uns Einblick in Ihre Traditionen, Werte und Ihre Zukunftspläne zu geben, ist Ihnen hervorragend gelungen“, lobte Claudia Taeger als Kommissionpräsidentin und Abteilungsleiterin Gartenbau im Dienstgebiet Ober- und Unterfranken am Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten Kitzingen-Würzburg.

Die Kommission konnte dieses Jahr vier Goldmedaillen vergeben: Kehlbach und Mitwitz (Landkreis Kronach), Thurnau (Landkreis Kulmbach) und Zedwitz (Landkreis Hof) freuten sich über die höchste Auszeichnung und bereiten sich nun auf die Teilnahme im Landesentscheid im September 2022 vor. Die Dörfer Forkendorf (Landkreis Bayreuth), Reichenbach (Landkreis Kulmbach), Unterhaid und Trabelsdorf (Landkreis Bamberg) erhielten die Silbermedaille sowie einen Geldpreis.

Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz freute sich, die Urkunden, Tafeln und Schecks zu überreichen.

Oberfranken sei weitgehend ländlicher Raum, nur wenn Kräfte gebündelt würden, könne die Zukunftsfähigkeit der Dörfer sichergestellt werden, ist sich die Regierungspräsidentin sicher. Sie würdigte das Engagement in den teilnehmenden Dörfern, den Zusammenhalt und auch das Durchhaltevermögen, dass in den Zeiten der Pandemie nötig war. Zugleich erinnerte sie daran, dass im Hintergrund viele Akteure bei der Dorferneuerung, in den Gemeinden und Bauhöfen und bei den Beratungsstellen der Behörden arbeiten und zum Erfolg der Dörfer beitragen. Gemeinsam mit den Ressourcen und Möglichkeiten den Weg in die Zukunftsfähigkeit zu gehen, sei für Oberfrankens Dörfer das Gebot der Stunde. „Die Kunst besteht darin, aus vielen Mosaiksteinen einen ganzen Kosmos zu bauen, in dem alle gerne zusammenleben“, so Piwernetz.

Klaus Löffler, Landrat im Kreis Kronach, lobte stellvertretend für alle Landräte vor allem das ehrenamtliche Engagement in den Dörfern. Wer sich persönlich einbringe, der leiste für sein Dorf nicht nur „Daseins-Vorsorge“, sondern auch eine „Dableibens-Vorsorge“. Denn wenn Heimat über das bloße gute Gefühl hinaus zu einem Ort des Zusammenlebens werde, haben die Dörfer eine Zukunft. Besonders lobte er die Kreisfachberatung an den Landratsämtern, die aktiv den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ bewerbe und unterstütze.

Oliver Plewa, Bürgermeister von Mitwitz, dankte allen Bürgerinnen und Bürgern der Teilnehmerdörfer für die aktive und innovative Mitarbeit am gemeinsamen Leben in den Ortschaften. Die Bürgermeister allein können Entwicklungen lediglich anstoßen und bündeln, die Umsetzung und auch die Ausdauer dabei, die setzt auf die Gemeinschaft vor Ort. Er freute sich über die Wertschätzung und die Auszeichnungen aller acht Siegerdörfer. „Die Rückmeldungen und Tipps der Bewertungskommission sind bei uns auf offene Ohren getroffen. Wir haben Lust, uns weiter zu verbessern, denn unsere Dörfer sollen zukunftsfähig bleiben!“

Christine Bender bespielt seit 2005 den Bereich Grünordnung an der Abteilung Gartenbau und hat den Dorfwettbewerb seit 2005 organisiert, geprägt und mit Herzblut mit und für die Dörfer gearbeitet. Der 27. Wettbewerb ist der letzte in ihrer Dienstzeit und es war den Kommissionen aus Unterfranken und Oberfranken ein großes Anliegen, sich in feierlichem Rahmen von ihr zu verabschieden. „Meine Aufgabe ist es stets, die Dörfer individuell zu unterstützen und den passenden Rahmen für den Bezirksentscheid zu schaffen. Machen Sie weiter, der Dorfwettbewerb ist eine hervorragende Möglichkeit, die Dörfer Frankens auch dem Tourismus näher zu bringen“, ermutigte Christine Bender die Gäste.

Umrahmt von der Musikkapelle Franken Art und der Volkstanzgruppe Zedwitz waren alle Ehrengäste und Dorfgemeinschaften zu einem Empfang im Schlosshof eingeladen.

Für die Golddörfer Kehlbach, Mitwitz, Thurnau und Zedwitz bleibt nun aber nicht mehr viel Zeit zur Vorbereitung. Die Bereisung der Dörfer im Landesentscheid findet bereits im September 2022 statt. Bis dahin heißt es, möglichst viele Anregungen umsetzen und die Präsentation für die Bewertungskommission vorzubereiten.